Erlebnis statt Ergebnis

FREIZEITSPORT IM ASK  (1984 - 2010)

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Die Entwicklung, die der „Allgemeine Skijak Klub Trofaiach“ schon wenige Monate nach seiner Entstehung genommen hatte, lag vorrangig an zwei Hauptgründen: Zum einen wuchs stetig mit der Mitgliederzahl und dem Paddelangebot auch das Interesse an Training für die kalte Jahreszeit und Ausgleichssport. Und zum andern war sich Klubgründer Robert Koch von Beginn im Klaren, dass ein Verein mit begrenztem Horizont schon bald an seine Belastungs- und Motivationsgrenze stoßen würde. Und er sollte Recht haben.

 

Nachdem sich der Klub als 1. und größter Skijakverein Österreichs etabliert hatte und sich sowohl Finanzlage als auch Mitgliederstand stets nach oben bewegte, ging ASK-Obmann und Sportpädagoge Robert Koch daran, das Betätigungsfeld des Klubs auszuweiten. Mit dem Standort im Herzen Österreichs und am Rande der Bergwelt standen zahllose Angebote aus der Freizeitsportszene zur Verfügung, die Stadt Trofaiach hatte sich dank bester Möglichkeiten zur „Sportstadt“ entwickelt und dem Unternehmungsgeist waren kaum Grenzen gesetzt.

 

Der „Sportprofessor“ hatte sich schon seit Studienzeiten stets zu allen erdenklichen Sportarten und Bewegungsmöglichkeiten hingezogen gefühlt und diese versucht bzw. ausgeübt. Dieses Wissen und der Zugang zu einer breiten Palette führte bald dazu, dass sich das Aktivangebot im ASK ausdehnte. Koch, der auch als Hobbyjournalist die vierteljährlich erscheinende Zeitung „Sportstadt Trofaiach“ herausbrachte, entwickelte wohl schon seit 1986 seine „Vision“ vom „Freizeitklub“, der neben der Hauptsportart Skijak nicht nur eine Ausweitung um weitere Wassersportarten beinhalten, sondern auch in viele Bereiche des Freizeitangebotes in Stadt und Bezirk vordringen sollte.

 

Der Grundstein zur Entstehung der Idee der Aktivitätsausweitung wurde möglicherweise im Herbst 1984 gelegt, als sich Obmann Koch mit seinen Studienfreunden und Skijak-Kollegen aus Graz, Fritz Weilharter und Günther Schlapschy, am 1. Trabocher Paddel-Triathlon beteiligte. Neben einer Paddelrunde am See gab es eine Laufstrecke über die Fitmeile am See und eine Radrunde über Trofaiach und St. Peter Freienstein zu bewältigen. Natürlich war die Teilnahme an Wettkämpfen nicht vorrangiges Ziel, doch entscheidend war die Reizsetzung und das Ausbringen der Saat. Die Skijak-Klasse gewann übrigens Weilharter vor Schlapschy und Koch.

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1985 waren bereits 13 Skijakfahrer am Start des 2. Paddeltriathlons und stellten fast die Hälfte des Starterfeldes und das Ergebnis las sich wie das „Who-is-who“ der damaligen Skijakszene. Es siegte Walter Steinberger vor Fritz Weilharter und ASK-Sportler Eduard Böhm. Die weiteren Platzierungen der ASK-Teilnehmer waren Rang 4 für Hans Möslinger, Rang 6 für Reinhold Brandner und Platz 9 für Robert Koch.

 

Unterstützt wurden Robert Kochs Ideen der Erweiterung auch von einigen Begeisterten rund um das damalige Klubstammlokal Espresso-Treff Duda, die in dieser Zeit bereits einen „Wintercup“ mit mehreren Bewerben durchführten. Schon 1987 wurde dieser Wettbewerb mit Riesentorlauf, Eisschießen und Faßdaubenrennen in Kooperation mit dem ASK Trofaiach durchgeführt und brachte auch dem Verein einen beachtlichen Zuwachs an Mitgliedern.

 

Den Auftakt machte der ASK aber schon im Herbst 1986, als man im Rahmen des „Saisonabschlusses“ das „1. ASK-Sportfest“ mit Dreikampf (Laufen, Weitsprung, Kugelstoßen), Staffellauf (Eierlauf, Dreibeinlauf, Sackhüpfen), Seilziehen (Teambewerb) sowie Billard und Drehfußball durchführte. Echo und Teilnahme waren gewaltig und markierten sozusagen den Start zum „Freizeitklub“.

 

20 Teilnehmer machten das Fest zum Event und machten Lust auf mehr ... hier gibts mehr.

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Beim „2. ASK-Sportfest“ im Herbst 1987 war in Kooperation mit dem Wiener Skijakklub ein beachtliches Teilnehmerfeld von 15 Zweierteams am Start und das Wettbewerbsprogramm zeigte viel Kreativität: Mountainbike-Hindernisslalom, Wurfbewerb, Dreibeinlauf, Sackhüpfen, Schubkarrenrennen, Hindernislauf mit Wäscheaufhängen, Papierfliegerschießen, Drehfußball und „Skijak-Tandem-Gehen“ als Überraschungsbewerb zum Abschluss. Den Sieg holte sich das Duo E. Kollant & A. Salloker knapp vor S. Wailzer/ R. Koch und H. Fratzl/E. Salloker.

Obmann Koch war vor allem für die Wintersaison auf der Suche nach geeigneter Konditionsschulung für die sommerliche Paddelsaison und man ging daran mit einer gelegentlichen „Squash-Einheit“ diese Lücke zu füllen. Schon seit Jahresbeginn gab es kontinuierliche Treffen im Sporthotel Schelch und im Herbst 87 war das Interesse derart gestiegen, dass man sich entschloss, einen wöchentlichen Spieltermin jeweils am Freitagabend zu installieren.

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Mit diesem Pool an Bewegungserfahrungen und zahllosen Anwendungsmöglichkeiten in der Region Trofaiach gingen die Verantwortlichen im ASK gemeinsam mit Gastwirt Reinhold Duda an die Planung eines Events, dessen Erfolg nicht ansatzweise abschätzbar war: die Trofaiacher Winterolympiade!

 

In Fortsetzung des bereits zweimal ausgetragenen „Wintercups“ kam es zwischen  16. Jänner und 26. März 1988 zur Durchführung der „3. Trofaiacher Winterolympiade“, an der insgesamt 100 männliche und 33 weibliche Hobbysportler teilnahmen – Zahlen, von denen man in der Planung nicht einmal zu träumen wagte. Unter Mithilfe von zahllosen Sponsoren und Unterstützern – Bürgermeister Robert Postmann (Trofaiach) hatte sogar den Ehrenschutz übernommen und an die 100 Förderer sorgten für tolle Gewinnpreise – wurden 12 Bewerbe durchgeführt und am 26. 3. 1988 kam es zur großen Siegesfeier im Sporthotel Schelch, wo Vizebürgermeister Harald Schinnerl höchstpersönlich die Medaillen umhängte.

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Hauptfazit des Events war aber der Umstand, dass der ASK Trofaiach, der ein Jahr zuvor mit der Raiffeisenkasse seinen ersten Hauptsponsor gewinnen konnte, nun unübersehbar seinen Platz in der Kategorie der „großen Freizeitklub der Region“ eingenommen hatte. Großen Anteil daran hatte auch Obmann Koch, der als Mitarbeiter der Obersteirischen Volkszeitung (OVZ) entsprechende Medienpräsenz schaffte und dank guter Kontakte auch in den Tageszeitungen des Bezirks gewürdigt wurde ... hier gehts zu den Details !

Einer der aktivsten Klubfreunde setzte 1988 einen kleinen Meilenstein in Sachen Freizeitmodell – Harald Reisenzein. Anlässlich der „3. Internationalen Skijakwoche“, die in der Steiermark und speziell in der Region Eisenstraße stattfand, benutzte er im Rahmen einer Bergwanderung auf den Eisenerzer Reichenstein die Gelegenheit und präsentierte seine „persönliche“ Art, den Berg zu erzwingen … nämlich per Fahrrad! „Mountainbike“ war in diesen Tagen nur wenigen ein Begriff und der ambitionierte Radcrosser zeigte die unglaublichen Anwendungsmöglichkeiten „live“ – Gipfelfoto inklusive.

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1989 kam es zur Fortsetzung der „Trofaiacher Winterolympiade“ und unter dem Motto „Mitmachen – Fit sein – Spaß haben – Gewinnen“ wurden bei der 4. Auflage des Mehrkampfes acht Bewerbe durchgeführt. Wieder folgten an die 100 Teilnehmer dem Ruf des ASK Raika Trofaiach und eine Neuerung war, dass die Besten neben wertvollen Preisen auch den Titel eines „Trofaiacher Stadtmeisters“ erhielten. Auch wurden insgesamt 8 alters- und geschlechtsspezifische Kategorien geschaffen, die neben einer Medaillenflut vor allem gerechtere Wertungen brachte. ... alle Infos und Fotos !

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Neben den Mehrkampf-Bewerben und Sportfesten spielte aber seit 1988 eine Sportart die Hauptrolle in der Öffnung für weitere Angebote, die man getrost als absoluten „Volkssport Nr. 1“ bezeichnen kann: Fußball. Natürlich waren die hohe Affinität zum „Kicken“ und die Vergangenheit vieler Klubmitglieder als Nachwuchs- und Meisterschaftskicker der umliegenden Vereine ausschlaggebend, dass die Idee aufgegriffen und schnell zum fixen Gesprächsthema im ASK wurde.

 

Die Fußballidee im ASK hatte sicher „mehrere Väter“, als Hauptinitiatoren gelten neben Obmann Koch vor allem Rupert Seitner, Michael Oblak und Bernd Schuchaneg … hier geht’s zur „Fußball-Chronik“.

 

1988 und 1989 nahm der ASK Raika Trofaiach am Internationalen „Stremer Fußballturnier“ im Südburgenland teil und aus dieser Zeit stammt das Vorhaben, einen sporadischen Treff zum gemeinsamen „Kicken“ zu installieren, was dazu führte, dass man im ASK erstmals den Status einer Freizeitabteilung im Klub unter dem Begriff „Ballspiele“ erhielt. Diesen musste man sich zwar noch mit Squash und Tennis teilen, aber alles in allem war der Weg beschritten und im Rahmen des Projekts „ASK 2000 – Aktivlinie“ war die Öffnung des Vereines und die sukzessive Umwandlung in einen „Freizeitklub“ gestartet.

 

1989 nahm das Team „Skijak Trofaiach“ auch erstmals am Kleinfeld-Fußball-Turnier in Gstatterboden im Gesäuse – seit 1984 Austragungsort der „Steirischen Skijak-Meisterschaften“ – teil … der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die erst Mitte der 1990-er-Jahre enden sollte.

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1990 konnte Obmann Koch mit Präsentation des Freizeitmodells „ASK Aktivlinie“ einen weiteren Meilenstein setzen und leitete dadurch die Entwicklung des ASK vom reinen Skijakverein zum umfassenden Freizeitklub ein. Neben den „Haupt-Wasser-Sportarten“ Skijak und Kajak bot der Klub nun „lustbetonte Freizeitbewältigung“ an, zu der u.a. allgemeine Fitness- und Konditionseinheiten, Squash, Ballsport, Klubmeisterschaften im Sportschießen, Kegeln etc. gehörten.

 

Bedingt durch fehlende Motivation nach zweimaliger Monsterdurchführung war man im ASK 1990 nicht mehr an der Austragung der „Winterolympiade“ interessiert, aber erstmals kam es Ende März 1990 zur Austragung des „Reiting-Tenniscup“ in der Tennishalle Schelch. 16 Spieler kreuzten in diesem unterhaltsamen Doppelbewerb ihre „Klingen“ ... Infos & Fotos!

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Im September 1990 schafften es die Fußballer erstmals, die Vitrine der Sportsiege im ASK zu bereichern, denn sie holten sich dank der gewachsenen Spielerfahrung und dem ureigenen Spielwitz ihren ersten Turniersieg in Gstatterboden. Das „Skijak Team Trofaiach“ schaffte diesmal die Revanche gegen den SV Gstatterboden, setzte sich knapp gegen einheimische Teams und die Schwimmnationalmannschaft durch.

 

Zum ersten „Winterprogramm“ dieser neuen Ära zählten auch wöchentliche Einheiten für „Kraft & Fitness“ (Kraftkammer Sporthalle Leoben) und „Gymnastik“ (PR-Hauptschule Trofaiach), sowie ein „Sauna-Treff“ und „Squash“ in der Sporthalle Schelch, einem der größten Unterstützer der ASK-Freizeitambitionen dieser ersten Phase.

 

Vorrangiges Ziel im Klub blieb natürlich die Ausübung und Popularisierung des Skijaksportes und mit Beginn der Freiluftsaison standen die Aktivitäten auf dem Wasser natürlich wieder im Vordergrund – die „kalte Jahreszeit“ hatte sich aber im Klubangebot gefestigt und ihren Stellenwert v.a. als Winter-Training gefunden.

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Zum ersten wirklichen „Winter-Fixtermin“ wurde die Spieleinheit „Squash“ im Sporthotel Schelch. Bereits seit 1987 jagten einige interessierte ASK-Mitglieder regelmäßig der kleinen, grünen Gummikugel in der Squashanlage des Sporthotel Schelch hinterher und der Freitagtermin kristallisierte sich mehr und mehr als idealer Zeitpunkt für den ersten „Stammtisch“ der ASK-Mitglieder heraus. Zahlreiche Versuche in der Vergangenheit waren verpufft, diesmal passten aber Tag, Ort und Location optimal, denn Squash wurde zum Spiel für alle.

 

Im Anschluss an die schweißtreibenden Einheiten in den 2 bis 4 Squashboxen, die zwischen 18 und 20 Uhr zur Verfügung standen, nahm die Teilnahme am „gemütlichen Beisammensitzen“ stetig zu und mutierte zum „Wochenend-Auftakt“ mit bald 15 bis 20 Besuchern. Zusätzlich zum Stammtisch-Charakter und Fitnessprogramm wurde auch wieder neue Interessenten für die Paddelsaison gefunden … eine klare „Win-Win-Situation“.

 

Im Klubprogramm 1991 schienen mit „Squash“ und „Fußball“ die ersten zusätzlichen, eigenständigen Sektionen neben Skijak und Kajak auf. Das entscheidende Element im wachsenden Freizeitmodell war ein einheitlicher Mitgliedsbeitrag für alle Leistungen – sehr aktive Mitglieder wurden also belohnt und die Werbung neuer Mitglieder auch in den einzelnen Sektionen attraktiver gemacht.

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Skilauf in allen Varianten zählt für echte Trofaiacher von Kindesbeinen an zu sehr beliebter Sportaktivität und schon im Rahmen von Wintercup und Winterolympiade waren die „Skijaker“ mit dem „weißen Element“ in Berührung gekommen, ab 1991 wurden die „Firngleiter-Derbies“ zum klubeigenen Betätigungsfeld. Den Auftakt machte vorerst ein Event ohne Rennen, in Kooperation mit den anderen Skijakvereinen Österreichs lud man zum selektiven zweitägigen Big Foot- und Firngleitertest am Präbichl, wo man unter den Fittichen von Firngleiter-Junioren-Champion Oliver Röck die Hänge am Polster/Leobnerhütte und Reichenstein/Rössl befuhr ... zur Firngleiter-Chronik.

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Wenige Tage zuvor war man auf Einladung des Fitnesscenter Schlager und Initiative von Harald Reisenzein zum „Schnuppertraining“ geladen und den „Aktiv-März“ rundete die Zweitauflage des „Reiting-Tenniscup“ im Tenniscenter Schelch ab, das diesmal das Duo Robert Koch und Horst Fratzl voransah.

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Aus einer eher spontanen Idee wuchs Ende Juni der Beschluss, den diesjährigen Klubausflug ins Südburgenland nicht mehr im Zeichen der Teilnahme am dortigen Fußballturnier zu sehen, sondern eine „Familien-Radtour“ rund um Güssing, Strem und die Pinkataler Weinstraße – also dem echten „Uhudler-Land“ – zu veranstalten.

 

Mehr als 25 Klubfans waren dem Aufruf gefolgt, doch das wahre Highlight fand bereits am Tag zuvor statt: während ein Großteil des Teams gemütlich per Auto anreiste, machten es sich einige „Verrückte“ zur Aufgabe, auch den Weg nach Strem per Fahrrad zurückzulegen … und zwar auf geradestem Wege – das war die Tücke ... der Tourbericht.

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Das neue Freizeitmodell und das gewachsene Programmangebot zeigte schon bald seine Früchte, denn 1992 konnte man erstmals in der Klubgeschichte mehr als 60 zahlende Vollmitglieder verbuchen, was sich natürlich auch im Gesamtbudget niederschlug und weitere Ambitionen erleichterte. Ein prall gefüllter Terminkalender und erstmals ins Programm genommene Alternativsportarten auch in der sommerlichen Paddelsaison waren das Ergebnis.

 

Den Anfang machte ein österlicher Klubausflug nach Südfrankreich mit Stationen in Embrun östlich der Provence und im Zentralmassiv, inklusive Ausflug in die Camarque, wo sich die Truppe auch auf einen Ausritt per Pferd wagte. Hauptevent neben den Skijakbefahrungen auf Durance, Ubaye, Chassesac und Ardeche waren aber die abendlichen Rugbypartien in und um die jeweiligen Quartiere, die allen Beteiligten wohl ewig in Erinnerung blieben.

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Anfang Juli folgte ein kulturelles und unterhaltsames Schmankerl mit der „1. Stremer Weinbergrallye“, über dessen freizeitsportlichen Wert man natürlich streiten konnte … nichtsdestotrotz war es den Spaß wert. Anstelle der bekannten Radtour stellten sich 4 Teams dem bedingt sportlichen Wettstreit um die „Uhudler-Trophäe“, die in den Weinbergen samt umliegenden Buschenschänken von Strem bei Güssing und Heiligenbrunn zu „erkämpfen“ war. Die Fotos sprechen für sich …

Im Sommer traf man sich erstmals außerhalb des gewohnten Wettkampfrhythmus zu einer „Skijakwoche“ in Obervellach im Mölltal in Oberkärnten und erweiterte das Aktivprogramm um Radtour und Klettergarten.

 

Das Rafting- & Paddler-Camp der Familie Pristavec in Obervellach war seit 1987 ständiger Bestandteil des ASK-Jahresprogrammes. Begonnen hatte alles im Rahmen einer Sommertour der Skijaker, es folgten Pfingstcamps und Wochenendtouren, ehe man 1992 eine gesamte Woche samt Programm für die ganze Familie ins Leben rief.

 

Natürlich stand weiterhin das Paddeln an vorderster Stelle, aber die gewachsene Anhängerschaft lechzte auch nach Alternativprogramm, wofür sich das bestens ausgestattete Abenteuercamp am Fuße des Großglockners bestens eignete – „Stichwort Großglockner“. Aus einer spontanen „Lagerfeueraktion“ entstand die Idee, die Großglockner-Hochalpenstraße per Fahrrad zu erklimmen … gesagt – getan.

 

Werner Kohlbacher, Klaus Steinkellner, Horst Fratzl und Robert Koch hießen die Verwegenen, die sich in Begleitung von „Coach“ Christine Rohr auf den Weg von Heiligenblut bergauf machten. Während sich Kohlbacher und Steinkellner von den beiden absetzten und auf der „Franz-Josefs-Höhe“ landeten, von wo sie umkehrten, schafften Fratzl und Koch in Begleitung von Rohr den Anstieg zum höchsten Punkt der Tour am „Hochtor“ (2504 m) in rund 1,5 Stunden. Hier gab es als verdienten Lohn Fotoshooting und ein „eiskaltes“ Stiegl.

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Zum Programmangebot des Camps zählten auch die Einrichtungen rund um den Klettergarten, dessen Vorzüge man ebenso erkundete, wie die umliegende Gebirgs- und Almenwelt samt Fischteich und Schwammerlwald – in Summe eine gelungene Aktivwoche, die den Auftakt zu vielen Fortsetzungen bildete.

 

Am Ende des Sommers trat dann ein kleines Team, sozusagen als „Testpersonen“, beim „Obersteiermark-Radmarathon“ teil, wo es galt – mit Start und Ziel in Trofaiach – eine 180-km-Runde über Pöls – Trieben – Admont – St. Gallen – Eisenerz zurückzulegen. Die erfolgreiche Absolvierung der Strecke aller angetretenen Teilnehmer mit Bertl Griesebner und Günther Steindl an der Spitze in der vorgegebenen Zeit sollte wieder einmal den Auftakt zu einem weiteren „Klub-Highlight“ bilden – dem Entstehen der Radsektion.

 

Die „Outdoorsaison“ des Jahres 1992 wurde schon traditionell mit einem großen Jahresabschlussfest der österreichischen Skijakelite in Trofaiach begangen und auch diesmal hatte sich das Team um Obmann Koch viel Kreatives und Unterhaltsames einfallen lassen. Neben dem obligaten „Abpaddeln“ auf der Mur kam ein spaßbetontes Sportfest in der Halle Gai zur Austragung und nach Wettbewerben im Sportschießen und Kegeln bildete ein Auftritt mit Turnier am Golfplatz Reiting den Höhepunkt des Wochenendes.

Apropos Wettbewerbe … nach den vielfältigen Wettkämpfen bei den beiden Winterolympiaden waren diese etwas aus dem Klubleben verschwunden. Doch die Klubverantwortlichen mit Obmann Koch, Bertl Griesebner, Rupert Seitner, Walter Zechner und Günther Steindl an der Spitze bastelten stets an Vorhaben weiter, an deren Spitze Pläne für mannigfaltige „Klubmeisterschaften“ standen. Die Tennis- und Squashturniere hatten den Anfang gemacht, die Bewerbe 1992 und 1993 trugen das Ihre dazu bei …

 

Das Jahr 1993 brachte den endgültigen Trend vom „Skijakverein“ zum „Freizeitklub“, was sich vor allem aus den Zahlen dokumentierte. Bei der Generalversammlung zum Start des Jubiläumsjahres 1994 („10 Jahre ASK“) verdeutlichten diese eindeutig: Mehr als 70 Mitglieder tummelten sich in 6 Sektionen in mehr als 50 Klubaktivitäten und Veranstaltungen!

 

Den Saisonstart hatten die Sektionsprogramme für „Fitness“, „Squash“ und „Fußball“ gemacht, im Frühjahr folgten ein „Schnuppertraining“ im Fitnesscenter „Olympic“ Maier und ein Squash-Abschlussturnier. Zuvor hatten die Fußballer mit Ausrichtung des „1. Benefiz-Hallenfußballturnieres“ in der Sporthalle Gai ein auch in der Medienöffentlichkeit viel beachtetes Highlight gesetzt.

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Ein Riesenhit wurde die 2. Auflage der „Weinberg-Rallye“ im Südburgenland (Bilder sagen mehr als 1000 Worte ... siehe unten)), im September nahm ein 15-köpfiges Team wieder am Trofaiacher Radmarathon teil und die Kicker beendeten ein erfolgreiches Jahr mit Platz 2 beim Kleinfeldturnier in Gstatterboden. Und das alles neben dem dicht gedrängten Programm der Wassersportler, die im intensiven Rennkalender des „Austria-Skijak-Cup“ mit rund 15 Aktiven das größte Team stellten.

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Als der ASK rund um den Jahreswechsel 1994 die Chance bekam, sich ein eigenes Klubheim zu schaffen, wurde natürlich ein Großteil der „Energie“ der Mitglieder in diesen Umbau gesteckt ... zur Klubheim-Historie.

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Nichtsdestotrotz blieb der Aktivpegel relativ hoch, vor allem die wöchentlichen Einheiten im Fußball, Squash und Fitness/Gymnastik blieben gut besucht und das Hallenturnier in Gai, der Trofaiacher Radmarathon, das Pfingstwochenende in Obervellach mit Familienprogramm und die 1. Klubmeisterschaften im Kegeln rundeten das Jahresprogramm ab.

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Eine Premiere war der Saisonstart der Radsportler, das im April bei tief winterlichen Bedingungen ablief und den Impuls zum Entstehen einer neuen Sektion brachte. Wöchentliche Radtreffs mit Ausgangspunkt beim neuen Klubheim in der Waldstraße folgten und ließen die Gruppe rasch anwachsen.

 

Dieser Trend setzte sich auch 1995 fort. Besonders die Sektion Fitness zeigte sich höchst aktiv und nutzte das Klubheim ebenso wie die Kicker zu anschließenden Meetings sowie einem viel beachteten Saisonabschlussgrillen. Neu kamen in diesem Jahr die Teilnahme mit einem ASK-Team am Wildoner Radmarathon, das „1. Klub-Abradeln“ aufs Hiaslegg und die Klubmeisterschaften im Dart (301 + Highscore) in den „eigenen 4 Wänden“ dazu.

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Schon seit Gründungstagen war Obmann Koch von der Wichtigkeit regelmäßiger Informationsweitergabe und Aktivitätstransparenz für die wachsende Zahl der Mitglieder überzeugt und machte die Herausgabe von periodischen Druckwerken von Beginn weg zu einer seiner vorrangigsten Aufgaben … siehe „Klubinformation“

 

So reagierte er auch Ende 1994 auf das gewachsene Klubpotential mit Klubheim, wachsender Mitgliederzahl und steigendem Programmangebot im Vorstand und leitete mithilfe seines höchst engagierten Teams eine neue Ära in der ASK-Kommunikation ein: die Herausgabe einer eigenen Klubzeitung.

 

In einigen höchst kreativen Meetings wurde dank des bestehenden Know-hows des Obmannes, der selbst Mitarbeiter bei diversen Zeitungen des Bezirks war, und des Einfallsreichtums einiger Mitglieder rasch ein Konzept mit Inhalten und Werbeträgern geschaffen, sowie ein Name kreiert: „Tschak“.

Die Herkunft des Namens war letztendlich ein „Wortgemisch“, das sich – auch in Hinsicht der fortgeschrittenen Stunde und damit einhergehender artikularischer Unberechenbarkeiten – sowohl als Interpretation der 2. Silbe des Wortes „Skijak“, als auch als Hinweis auf den hohen Stellenwert von Freizeitbetätigung in Anerkennung eines ähnlich klingenden, sehr beliebten Kartenspieles dieser Epoche verstehen ließ … „Mulatschak“.

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Am 1. März 1995 erschien die erste Ausgabe von „Tschak“, das vierteljährlich erscheinende Mitgliedermagazin wurde sofort zur unumstrittenen Präsentations- und Kommunikationsplattform und übernahm natürlich auch großteils die Rolle der Klubdokumentation und Erfassung für die Vereinschronik. Die Kosten-Nutzen-Schiene entwickelte sich dank der guten Kontakte vieler Mitstreiter im Klub zu Wirtschaft und Werbeträger der Region rasch zu einer „Win-Situation“ und die inserierenden Unternehmen sahen das Klubmagazin als willlkommenen, direkten Weg in viele Haushalte.

 

Die Beliebtheit des Magazins dokumentierte sich schließlich auch in der Auflage, denn gegen Ende des Jahrzehnts wurden rund 700 Exemplare gedruckt und an Mitglieder, Interessenten, Förderer und Freunde des ASK per Post versandt. Details siehe „Klubinformation“

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Apropos „Klubmeisterschaften“.

Das Jahr 1996 kann man getrost als „Startschuss“ in eine weitere neue Ära bezeichnen. Mit Durchführung des „ASK Aktiv Champ 96“ kamen neben den bereits laufenden, beliebten Klubangeboten auch eine Serie von Meisterschaften im ASK zur Austragung. Für die Teilnahme und Mitarbeit bei einer Vielzahl an Events wurden Punkte vergeben, es wurde auch die wichtige Unterstützung an der Umsetzung und Durchführung gefördert und so ein besseres Verständnis für den stetig gewachsenen, hohen Aktivitätsradius im Klub geschaffen.

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Dass mit Gaby Zadl und Robert Koch letztlich zwei Mitglieder voranlagen, die stets an vorderster Front von Klubaktivität und -arbeit, war keine Überraschung und über 60 aktive Teilnehmer stellten ein klares Bekenntnis zum erfolgreichen Klubgeschehen dar. Und eine große Anzahl an Neuerungen waren die vom Vorstand geschaffenen „Klubmeisterschaften“ in vielen Bereichen, wo man auf den erfolgreichen Spuren der Mehrkämpfe und Winterolympiaden der 1980-er-Jahre wandelte – Preisschnapsen, Firngleiten & Big Foot, Dart, Sportschießen, Sportkegeln und Squash.

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Anlässlich des „15 Jahre Skijak-Rennjubiläums“ stand 1997 wieder verstärkt im Zeichen des Wassersports, doch das wieder auferstandene Fußballturnier in Gai sowie Klubmeisterschaften im Firngleiten, Preisschnapsen und Sportschießen rundeten mit dem Wildoner Radmarathon das Programm der Sektionen ab. Und erstmals wurde der ASK im Herbst von der Stadtgemeinde mit der Durchführung des „Stadtlaufes“ betraut, der rund um das Klubheimgelände über den Panoramaweg führte und dem ASK viel Werbung im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ brachte.