"GIRA LAGUNA"

FRÜHJAHRSTOUR AN DER OBEREN ADRIA

TEILNEHMER: (v.l.) Joachim Weghofer, Robert Koch, Günther Steindl, Gerhard Schmid, Herbert Perko

214 x „Gira Laguna“ … stilgerecht getestet

Einen Auftakt in Etappen in die neue Radsaison erlebten die „Eisenwadln“ des ASK Raiffeisenbank Trofaiach. Den Start bildeten die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten für die Wiederöffnung von 214 km der 13 Touren im Radprojekt unserer heimatlichen Region zwischen Präbichl und Niederung. Anschließend ging es – sozusagen als „Belohnung“ – zum klubinternen Anradeln nach Italien, wo die Truppe die Region an der Oberen Adria zwischen Venedig und Grado stilgerecht und traditionsbewusst beradelte – 214 km in 13 Etappen!

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Die Region an der Oberen Adriaküste war diesmal Schauplatz des Saisonauftakts der "Eisenwadln" und während sich die erste Maihälfte in unseren Regionen durch kaltnasse Witterung auszeichnete, war die Befahrung der Radregion zwischen Venedig – Jesolo – Caorle – Grado („Gira Laguna“) für die Eisenwadln eine frühsommerliche und schweißtreibende Angelegenheit.

Um neben der Befahrung des ausgezeichneten Radwegenetzes den Genuss von Landschaft, Kultur und Kulinarik nicht zu kurz kommen zu lassen, hatten die Eisenwadln Etappen und Übernachtungsstandorte den Gegebenheiten angepasst. Mit traditionsbewusstem Blick auf die Heimat wurden exakt 214 km in 13 Etappen ausgewählt, alleine dieses Faktum kann als organisatorische Meisterleistung bezeichnet werden.

Insgesamt saßen die Radler 3 Tage am Rad, genossen großartige Ausblicke und Eindrücke und kamen Land und Leuten um einiges näher. Start war in der Lagune von Venedig und Jesolo unter frühsommerlichen Bedingungen und Adria-Flair, zahlreiche Etappen führten abseits der Hauptverkehrswege und durchs Hinterland und die „Königsetappen“ brachten tiefe Aus- und Einblicke u.a. nach Venedig, Grado und die Ausgrabungen von Aquileja.

Station machte die Truppe in Caorle und Cervignano, besuchte viele malerische Orte, Naturschutzgebiete und Strandpassagen und den Schlusspunkt setzte man in der Lagune von Grado mit einem Kulinarik-Schmankerl, wo man Geschafftes und gewonnene Eindrücke gepaart mit Köstlichkeiten aus dem Meer genießen durfte.

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STECKBRIEF

Eisenwadl-Radtour „Gira Laguna“

 

Gesamtlänge:

214 km

Geografie:

Selbstgestaltbare Radtour von Punta Sabbioni/Venedig bis Grado/Monfalcone

Strecke:

Punta Sabbioni - Treporti - Jesolo - Duna Verde - Caorle - S. Michele al Tagl. - Muzzana - Cervignano - Grado - Monfalcone

Beschilderung:

Gute Beschilderung an den Küsten, nur für die Route im Landesinnern wird Navi-Material benötigt

Oberfläche:

Schotter/Splitt bei Nebenroute Treporti - Jesolo & Caorle sonst Asphalt

Kriterium:

Aus vielen Radtourenbeschreibungen selbst zusammenbaubar, fehlende Radweginfrastruktur zwischen Caorle und Cervignano

Eignung:

alle Fahrräder

Radwege-Beschreibungen:

Caorle

Jesolo

Grado

Sehenswürdigkeiten:

Leuchtturm Punta Sabbioni, Porte del Cavallino, Porto Santa Margeritha Caorle, San Michele al Tagliamento, Latisana, Cervignano, Aquileia, Porto Grado, Fossalon, Riserva naturale regionale della foce dell' Isonzo, Redipuglia
Unterkunft:
in den allen Ortschaften, z,B. Treporti, Jesolo, Duna Verde, Caorle, Cervignano, Grado.

>>> RADTOURENKARTE ITALIEN

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TOURENTAGEBUCH

 

Tag 1  -  Anreise

Nachdem wir bereits am Vortag die Räder mittels unserer neugeschaffenen Konstruktion am Anhänger verstaut haben, verläuft der Anreisetag nahezu generalstabsmäßig geplant …

 

Um 13 Uhr treffen wir uns beim Intersport in Leoben zum Einkauf von Helmen und Trinkflaschen – die neuen Windjacken müssen noch warten.

 

Mit den am Vortag verteilten T-Shirts und Reiseunterlagen ist die Ausrüstung für den Ausflug komplett … tutti completti sozusagen!

Mit dem ausverhandelten 15% Rabatt verläuft der Einkauf auch recht günstig.

 

Gegen 15 Uhr treffen alle „relativ“ pünktlich ein … sogar Herbert reizt seine obligatorische Viertelstunde kaum aus … (siehe Foto oben)

Die Fahrt nach Italien verläuft unproblematischer als befürchtet – sowohl das erwartete Nadelöhr bei Klagenfurt (es ist Cupfinale Sturm gegen Salzburg) als auch die Riesenbaustelle bei Palmanova passieren wir flüssig und problemlos, sodass wir noch vor 20 Uhr in Duna Verde ankommen.

 

Weil die Rezeption bereits ab 19 Uhr geschlossen ist, erwartet uns eine ausgehängte Nachricht mit App. Nr. und Einfahrtscode …

 

Alles super gegen ½ 9 Uhr sitzen wir im netten Restaurant bei ausgezeichnetem Rotwein, Pasta und Pizza.

 

Der Abend gestaltet sich zu einem richtig gemütlichen Ankommen, die Burschen im Restaurant mit Poolblick sind lustig, nett und sehr aufmerksam … im Hintergrund läuft das Italienische Cupfinale zwischen AC Milan und Juventus Turin in Mailand. Das Spiel endet mit 4:0 für Juventus und weil hier alle Juventus-Fans sind landet bald die Grappaflasche am Tisch ...

Tag 2  -  Radtour Duna Verde - Punta Sabbioni - Jesolo - Duna Verde

Sehr gutes Buffet, gemütliches Ambiente … der richtige Start in einen „Radl-Tag“ -> einem netten Saisonauftakt steht also nichts mehr im Wege.

 

Fahrt über Eraclea bis Lido di Jesolo – nette Route über die Flussarme und Brücken, entlang vieler Kanäle und teilweise Nebenstraßen!

 

1. Pause unter der großen Brücke nach Cavallino, dann Suche von Radwegen in Strandnähe … leider nix! Also weiter entlang des Highways durch die Pinienallee zum Hafen von Punta Sabbioni … aber alles auf Radwegen.

 

Zwischendurch versorgen wir Joachim bei einer „Farmacia“ wegen Ellbogenschmerzen … gute Salbe hilft ebenso wie der Verband von „Schwester“ Cook.

 

Bei Punta Sabbioni beschließen wir noch an den Leuchtturm zu fahren … mit Ausblick auf die Baustelle des neuen Superhafens von Venedig!

 

Inkl. lustiger Bierpause am Ende … und zur Mittagspause kehren wir knapp vor Punta Sabbioni bei einer netten Pizzeria ein, wo wir viel Spaß mit nettem Personal haben: plus Handy-Aufladung, Kartentipps und ausgezeichnetem Essen: Lasagne, Salat und Paulaner!

 

Der Retourweg ist über die Westseite entlang der Lagune geplant – Schmidi ist zuerst auf der Suche nach einer Bootsverbindung von Treporti nach Jesolo … die es offensichtlich nicht gibt!

 

Also nehmen wir die Route an der Lagune, die dann auf die Inseln wechselt inkl. Schleusenroute und viel Schotter … für Cook leider nicht optimal -> Kniebeschwerden.

 

Von Jesolo geht es wieder zurück Richtung Eraclea entlang der Piave und die letzten Kilometer zurück auf bekannten Wegen nach Duna Verde … geschafft!

 

Die höchste erfolgreiche Auftaktfahrt mit fast 90 km endet mit erstem gemütlichem Zusammensitzen vor dem Appartement und ausgezeichnetem Essen bei unseren Freunden im Rest …

Tag 3  -  Radtour Duna Verde - Caorle - Latisana - Cervignano

Nach gemütlicher Tagwache und ebensolchem Frühstück heißt es erstmals zusammenpacken, denn es geht weiter Richtung Grado.

 

Joachim & Cook sind für den Autotransport zuständig, der Rest wirft sich wieder aufs Rad und pünktlich um 10 Uhr geht’s los.

Das Wetter ist ausgezeichnet, doch vor Caorle schüttet es plötzlich aus einer einzigen Wolke!

 

Der Überstellungstransport kommt trotzdem flott voran, während die Radfahrer gezwungen sind, Schutz vor dem Regen zu suchen … inkl. Kaffeepause.

Zu allem Überfluss legen Herbert, Günther und Schmidi anschließend auch noch eine nicht beabsichtigte „Zusatzschleife“ über die Lagune ein, ehe sie einen Blick über den Fluss bis Bibione werfen können und … da es weder Fähre noch Brücke gibt … wieder zurückradeln.

 

Zu diesem Zeitpunkt sind Cook & Joachim mit dem Bus schon in Cervignano eingetroffen, haben das Hotel gefunden, Fahrzeug und Anhänger im Hinterhof geparkt und eingecheckt.

Nach telefonischer Kontaktaufnahme ist klar, dass keine Hektik angesagt ist und Cook & Joachim planen, den übrigen Eisenwadln rund 25 km entgegen zu radeln.

 

Schon bei der Überstellung haben die Beiden 2 mögliche Lokalitäten für den Treffpunkt entdeckt und suchen eine weniger befahrene Nebenroute bis ins Städtchen Muzzana.

In rund 1 ½ Stunden geht es für Cook & Joachim von Cervignano wieder südwärts und finden das bereits zuvor entdeckte Weingut direkt an der SS14. Für die Beiden geht es nun darum, die Wartezeit bis zum Eintreffen von Schmidi, Herbert und Günther sinnvoll zu nützen … was auch gelingt!

Die Wartezeit ist absehbar, da die 3 wackeren Radler sich bei einer Bierpause ca. 5 km vor Latisana befinden, der Umweg und die warme Wetterlage haben die Burschen ganz schön ausgepowert … wir opfern uns also und verkosten den dargebotenen „Rebensaft“ …

 

Nach 1 Stunde sind die 3 dann aber da und mit viel Hallo und Spaß gibt’s dann Stärkung per Wein und Bruschetta … die Mädels in der Schank sind übrigens eine neo-italienische Mischung aus Rumänien, Philippinen und Afrika …

 

Auf der bereits ausgekundschafteten Nebenroute geht’s dann flott und mit einer kleinen Reparaturpause zurück nach Cervignano.

Im hauseigenen Restaurant klingt der Abend mit tollem Merlot und einigen kulinarischen Schmankerln äußerst entspannt aus …

Tag 4  -  Radtour Cervignano - Aquileia - Grado - Marina Julia - Cervignano

Die Tagwache verläuft immer entspannter und diesmal werden wir in Etappen von typisch städtischen Geräuschen geweckt … Mopeds, Autos und Kirchenglocken!

Das Frühstück verzögert sich, unser Wirt hat nämlich verschlafen.

Dafür ist das kulinarische Angebot dann toll … alles, was man braucht um für einen weiteren Tag am Radl gewappnet zu sein.

 

Die heutige Etappe führt durch die Lagune – wir starten schon (fast) wie gewohnt um 10,00 h.

Die Sonne heizt vom Himmel, bei 25°C machen wir nach 6 km erste Station in Aquileja, wo wir den Ausblick auf die Römerausgrabungen zu einem „kulturhistorischen Foto“ nützen.

 

Wir bewegen uns hier auf völlig neuen Radwegen und helfen österreichischen Touristen bei einer Radreparatur.

Nach rund 1 Stunde inkl. Kleiner Rast in der Lagune gelangen wir über die lange Brücken-Damm-Passage nach Grado … Bierpause im Hafen & -> alles in österreichischer Hand!

Weiterfahrt um 12 Uhr und in diesem entspannten Modus geht es recht flott weiter durch das Mündungsgebiet des Isonzo … ein Naturschutzgebiet mit vielen Radwegen.

 

Nachdem wir den hier doch recht angewachsenen Fluss mit seinem typisch smaragd-grünen Wasser überquert haben, biegen wir in die Schutzzone ab und kurven auf gut geschottertem Weg bis an die Außenseite der Lagune südlich von Marina Julia, wo wir in den 1960er- und 70er-Jahren viele Sommer verbracht haben.

Es wird sozusagen zu Cooks persönlicher Reminiszenztour, bei einer weiteren Bierpause genießen wir den Ausblick auf Fluss und Meer, die hier ineinander übergehen.

Nach rund einer Stunde erreichen wir das Endziel Marina Julia und radeln direkt an den Strand, der sich seit damals nicht wesentlich verändert hat … nur das Umland ist verwachsen und dort, wo früher Schilf war, gibt es jetzt dichten Wald.

 

In einer der urigen Strandbars genießen wir Ausblick und Idylle bei Friulano-Spritzer, wir beobachten das in den Bergen vorbeiziehende Gewitter, ehe ein Hoppala Bewegung in die Bude bringt …

Ein lautes Zischen entpuppt sich nicht als Luftauslassen einer Luftmatraze sondern … ein Reifenplatzer an Cooks Vorderrad.

 

Frust ist kurz, Gelächter etwas länger … aber bei den „Eisenwadln“ ist solch eine Reparatur kein großes Problem:

Gü hat Ersatzschlauch mit und Herbert hat das Problem schnell gelöst …

Bevor stärkerer Regen aufzieht, machen wir uns wieder auf die Beine bzw. auf die nun doch schon etwas ramponierten „Sitzmuskeln“!

 

Nach einer kurzen Dorfrunde und Blick ins ehemalige „Naturfreunde-Camp“ geht es wieder flott auf direktem Wege zurück nach Cervignano.

Und hier wartet nach Radverladung und Körperpflege ein „Degustationsmenü“ zum krönenden Abschluss im Restaurant unseres umtriebigen Gastgebers.

Prost. Mahlzeit.

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